Tag der Zahngesundheit

Aktionen unter dem Motto "Gesund beginnt im Mund"

Der Tag der Zahngesundheit, 1991 von den wichtigsten Organisationen aus dem Bereich Zahnmedizin, Mundgesundheit und Krankenkassen als gemeinsame Aktion initiiert, hebt alljährlich zum 25. September das Motto "Gesund beginnt im Mund" bundesweit in den Blickpunkt des öffentlichen Interesses. In zahlreichen größeren und kleineren Veranstaltungen wird mit Informationen und Unterhaltung das Interesse für Zusammenhänge rund um die Mundgesundheit geweckt oder vertieft. Die Veranstaltungen richten sich an Fachpublikum und an die Bevölkerung.

Der Aktionskreis zum Tag der Zahngesundheit, in dem die DAJ mitwirkt, legt jedes Jahr ein neues Aktionsthema fest. Viele Landesarbeitgemeinschaften und regionale Arbeitsgemeinschaften für Jugendzahnpflege nutzen den Tag der Zahngesundheit, indem sie das jeweilige Thema kreativ umsetzen und auf ihre eigenen Angebote aufmerksam machen.


Tag der Zahngesundheit 2017

 

Gesund beginnt im Mund – Gemeinsam für starke Milchzähne

Der 25. September ist der Tag der Zahngesundheit.

In diesem Jahr steht er unter dem Motto „Gesund beginnt im Mund – Gemeinsam für starke Milchzähne“.

 

Milchzähne sind wichtiger, als viele denken: Zerstörte oder vorzeitig verlorene Milchzähne erschweren nicht nur die korrekte Zuordnung der Zähne im bleibenden Gebiss, sondern führen auch zu Störungen in der Entwicklung eines Kindes.

Der Aktionskreis zum Tag der Zahngesundheit möchte in diesem Jahr aufzeigen, wie bedeutsam Milchzähne für die Kiefer- und Sprachentwicklung sind, wie Kinderzähne von Anfang an gesund bleiben und wie die Akteure der Zahngesundheit gemeinsam die Aufklärung in der Bevölkerung verstärken können.

Kernstück der Jahreskampagne ist die zentrale Pressekonferenz, die am Freitag, 8. September 2017, 9.30 Uhr, im Haus der Bundespressekonferenz in Berlin stattfinden wird.

Am Tag der Zahngesundheit selbst werden bundesweit viele Veranstaltungen über Mundgesundheit informieren.

Weitere Informationen rund um den Tag der Zahngesundheit finden Sie unter: http://www.tagderzahngesundheit.de/

Pressekontakt: Susanne Theisen 0177/652 73 74 presse@tagderzahngesundheit.de


Quelle: Tag der Zahngesundheit

Tag der Zahngesundheit 2015

25 Jahre Tag der Zahngesundheit

Rückblick auf 25 Jahre

Im zurückliegenden Vierteljahrhundert hat sich die Zahnmedizin enorm verändert – aus der curativen ist die präventionsorientierte Zahnheilkunde geworden. Das prägt auch die zahnmedizinische Gesundheitsförderung. Der Tag der Zahngesundheit hat ebenfalls einige Veränderungen erlebt, auch das wird dargestellt.

Wo stehen wir heute?

Alle Beteiligten am Tag der Zahngesundheit haben durch ihre Arbeit und ihr Engagement in den letzten Jahren wesentliche Erfolge bei der Mundgesundheit auf vielen Ebenen erreicht.

Wie sieht die Zukunft aus?

Die Aufgaben werden die gleichen bleiben, aber die Herausforderungen verändern sich. So kommen verdrängt geglaubte Zahnschäden, vor allem bei den Kleinsten, wieder zurück. Gesellschaftliche Entwicklungen wie soziale Situationen, Migration, ungesunder Stress und chronische Allgemeinerkrankungen stellen hohe Anforderungen an die Zahnmedizin und Herausforderungen an die Prävention.

Weitere Informationen zum Tag der Zahngesundheit

 

Quelle: Verein für Zahnhygiene e.V.

Rückblick auf den Tag der Zahngesundheit 2014:
„Gesund beginnt im Mund – Ein Herz für Zähne!“

In diesem Jahr widmet sich der 25. September, der Tag der Zahngesundheit, ganz besonders jenen Kindern, die nicht das Glück haben, in einer gesundheitsbewussten Familie groß zu werden. Das diesjährige Motto „Gesund beginnt im Mund – ein Herz für Zähne!“ weist darauf hin, dass in Sachen Mundgesundheit in Deutschland schon viel erreicht ist – dieser Erfolg aber an vielen Kindern vorbeigeht. Wie in jedem Jahr verweist das Motto zugleich auf eine übergeordnete Perspektive: „Ein Herz für Zähne!“ braucht die Gesellschaft genauso für ihre alten und pflegebedürftigen Menschen. Und letztlich gilt es für Jeden, denn: Zähne benötigen Zuwendung, wenn sie gesund bleiben sollen.

Im Rahmen der zentralen Pressekonferenz zum Tag der Zahngesundheit 2014 am 19. September in Berlin machte Dr. Reinhard Schilke, Oberarzt am Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde der Medizinischen Hochschule Hannover, deutlich, warum Fürsorge für Milchzähne so wichtig ist. Trotz langjähriger Aufklärungsmaßnahmen zu Entstehung und Verhinderung von „Saugerflaschen-Karies“ sei diese nach wie vor weit verbreitet. So habe eine Studie in Hamburg ergeben, dass bereits 15 Prozent der ein- bis zweijährigen Kinder Karies aufwiesen. Davon zeigten 80 Prozent die typische Verteilung der kariösen Zähne, die bei einer Saugerflaschen-Karies auftritt. Viele Eltern wüssten weder, welche Rolle die Milchzähne für die physiologische und auch neuromotorische Entwicklung spielen, noch, welche Folgen Entzündungen an den Milchzähnen für die gesunde Entwicklung von Körper und Seele haben. Wenn Milchzahn-Schäden und damit eine Vernachlässigung der Kindergesundheit auf Nichtwissen der Eltern zurückgeht, berge dies ein großes Potential, den Kindern und Eltern durch entsprechende Beratung helfen zu können. Schwerer sei die Situation bei Kindern, die beispielsweise aus Gründen der Überforderung ihrer Familie vernachlässigt würden. Der Zahnärzteschaft gehe es nicht um eine Anklage dieser Eltern, sondern um die Entwicklung starker Netzwerke, um so die die Hilfsangebote zu bündeln.

Das vollständige Statement von Dr. Reinhard Schilke


Prof. Dr. Dietmar Oesterreich, Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer und Präsident der DAJ e.V., wies auf erfreuliche Entwicklungen bei der Mundgesundheit hin: „Deutschland befindet sich beim Kariesrückgang vor allem bei Kindern und Jugendlichen im internationalen Spitzenfeld!“ Entsprechende Daten zeigen jedoch eine deutliche Polarisierung bei der Verteilung der Karies auf Kinder aus Familien in sozial schwierigen Lebenslagen. „Altersgruppenabhängig kann davon ausgegangen werden, dass 60 bis 80 Prozent aller kariösen Zähne auf eine Gruppe von 10 bis 30 Prozent der Kinder und Jugendlichen entfallen.“ so Prof. Oesterreich. Dies sei ein Signal dafür, dass es diesen Kindern an „Fürsorge im Sinne des Vorsorge-Gedankens“ mangelt und das nötige Wissen über Vorsorgemöglichkeiten in diesen Familien nicht vorhanden ist. „Die frühkindliche Karies an den Milchzähnen bei Kleinkindern bis zum dritten Lebensjahr hat im Unterschied zur Karies an den bleibenden Zähnen in den letzten Jahren an Häufigkeit zugenommen, man geht von einer Verbreitung zwischen 7 und 20 Prozent aus. Die Betreuung allein durch den Kinderarzt in den ersten drei Lebensjahren reicht offensichtlich nicht aus, um das Krankheitsrisiko zu senken.“

Das vollständige Statement von Prof. Dietmar Oesterreich

Auf andere Gruppen in der Gesellschaft, die ebenfalls der Fürsorge rund um ihre     Mundgesundheit bedürfen, wies Manuela Schäfer vom GKV-Spitzenverband hin: „Das diesjährige Motto lässt sich insbesondere auch auf die Gruppe der Pflegebedürftigen sowie Menschen mit Behinderungen und eingeschränkter Alltagskompetenz übertragen.“ Hier habe die gesetzliche Krankenversicherung bereits Schritte zu einer Verbesserung der Versorgungssituation unternommen.

Das vollständige Statement von Manuela Schäfer


Alle Statements auch als Audiomitschnitt finden Sie auf der

Webseite Tag der Zahngesundheit

 

Für Rückfragen der Presse: Birgit Dohlus, dental relations, T: 030 / 3082 4682, info@zahndienst.de

 

 

Datenbank für regionale Veranstaltungen

Wer eine Veranstaltung zum Tag der Zahngesundheit anbieten und bekanntmachen möchte, sollte sie in die Datenbank eintragen lassen, die auf der Webseite www.tagderzahngesundheit.de zur Verfügung steht. Von Jahr zu Jahr nutzen immer mehr Interessenten die Suchfunktion nach Ort oder Postleitzahl, um sich über die Events in ihrer Stadt zu informieren.

 

Weitere Informationen
Der Aktionskreis "Tag der Zahngesundheit" wird organisiert vom
Verein für Zahnhygiene e.V. / Darmstadt
Dr. med. dent. Matthias Lehr
Liebigstr. 25
64293 Darmstadt
Tel.:  06151 / 1 37 37-10
Fax: 06151 / 1 37 37-30
info@zahnhygiene.de


Tag der Zahngesundheit 2014

In diesem Jahr wird der Tag der Zahngesundheit am 25. September 2014 unter dem Motto „Gesund beginnt im Mund – ein Herz für Zähne!“ auf die Lage vernachlässigter Kinder aufmerksam machen.


Weitere Infos


DAJ-Fortbildungstagungen 2015

"Jetzt sind die Kleinsten da! Gruppenprophylaxe für unter Dreijährige" lautet der Titel der beiden diesjährigen DAJ-Fortbildungsveranstaltungen, die am 30./31. März 2015 in Dresden sowie am 21./22. Mai 2015 in Siegburg stattfinden.

Weitere Infos


 Tag der Zahngesundheit 2013:
„Gesund beginnt im Mund – Zähneputzen macht Schule“

Zähneputzen in der Schule sollte Schule machen: Diesen Wunsch äußerten unisono die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der diesjährigen Auftakt-Pressekonferenz zum Tag der Zahngesundheit 2013 am 13. September in Berlin. Der Tag der Zahngesundheit, der wie jedes Jahr am 25. September stattfindet, steht in diesem Jahr unter dem Slogan „Gesund beginnt im Mund – Zähneputzen macht Schule“. Deutlich wurde bei dieser Auftaktpressekonferenz: Es gibt noch viel zu tun.

Denn fest steht: Kindertagesstätten gehen in Bezug auf das tägliche Zähneputzen mit gutem Beispiel den Schulen voran. Dort sind räumliche und konzeptionelle Strukturen für eine aktive Mundhygiene häufig vorhanden und das Zähneputzen wird durch die Erzieherinnen aktiv unterstützt. An Schulen hingegen stellen Zahnputzmöglichkeiten eher die Ausnahme dar und sind meist auf die Initiative einzelner engagierter Lehrerinnen, Lehrer oder Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Schule zurückzuführen.

Rund 700.000 Kinder erleben jedes Jahr in Deutschland ihren 1. Schultag. Hinter ihnen liegen in der Regel bereits sechs Lebensjahre, die einen prägenden Einfluss auf die Mundgesundheit im Erwachsenenleben haben. Vor ihnen steht ein neuer Lebensabschnitt, der auch den Zahnwechsel zu den bleibenden Zähnen beinhaltet. Die Schulzeit umfasst demnach in vielerlei Hinsicht entscheidende Jahre – auch aus zahngesundheitlicher Sicht. Dies untermauerten die Referenten bei der diesjährigen Auftakt-Pressekonferenz  mit ihren Statements:

Dass es nicht reicht, sich erst zu Schulbeginn für die Entwicklung der Zähne bei den Kindern zu interessieren, verdeutlichte Prof. Dr. Dietmar Oesterreich, Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und alternierender Vorsitzender der DAJ. Er fokussierte auf den Mundgesundheitszustand, mit dem die Kinder ihre schulische Laufbahn beginnen: „Bei den Zwölfjährigen sind wir in der Mundgesundheit Weltspitze, aber bei den Sechsjährigen verläuft die Kariesreduktion deutlich langsamer und auf einem niedrigen Niveau.“ Zugenommen habe die ‚frühkindliche Karies’ bei Kleinkindern bis zum dritten Lebensjahr – mit ihren Folgen für die Sechsjährigen. Zudem seien hohe Kariesraten bei Kindern aus Familien in sozial schwierigen Lebenslagen zu beobachten. Die Zahnärzteschaft arbeite an vielen Maßnahmen zur Verbesserung dieser Situation, die im übertragenen Sinne ‚Schule machen’ sollten: Zahnärztliche Kinderpässe, die die Bedeutung früher Zahngesundheitsuntersuchungen verdeutlichen und Maßnahmen der Gruppenprophylaxe in den Kindertagesstätten auch für die Kleinsten beispielsweise. Die Verstetigung der Präventionsarbeit zur Herstellung gesundheitlicher Chancengleichheit in allen Kindereinrichtungen sei für die BZÄK sehr wichtig.
Das komplette Statement von Professor Oesterreich finden Sie hier.

Auch Manuela Schäfer, Referentin für die vertragszahnärztliche Versorgung beim GKV-Spitzenverband, untermauerte Sinn und Effekt der Gruppenprophylaxe, zu deren Trägern und Finanziers die Gesetzlichen Krankenkassen gehören. Bereits vor dem Schulstart machten schon sehr viele Kinder erste Erfahrungen mit der Mundgesundheitspflege: Anhand aktueller Zahlen zu den Prophylaxeaktivitäten in Kindergärten zeige sich, dass im Schuljahr 2010/2011 von den ca. 2,3 Mio. Kindern rund 1,9 Mio. Kinder von einem ersten Impuls profitiert haben. „In den Grundschulen konnten von ca. 2,9 Mio. Kindern bereits 2,3 Mio. betreut werden. Diese Zahlen belegen, dass der Erreichungsgrad in der Gruppenprophylaxe bereits sehr hoch ist.“ Die Zahlen der Krankenkassen bestätigten aber auch die Einschätzungen der Zahnärzte: „Kinder aus sozial benachteiligten Schichten weisen deutlich mehr Karies auf als der altersgleiche Durchschnitt der Bevölkerung.“ Da Eltern aus sozialen Randgruppen ihre Verantwortung bei der Zahnpflege der Kinder häufig nicht übernehmen könnten, müssten sich Kindergärten und Schulen dieser Aufgabe stellen. Wo die Chance auf eine adäquate tägliche Mundhygiene in der Schulzeit nicht gegeben sei, liefen die Maßnahmen der Gruppenprophylaxe insbesondere bei den sozial benachteiligten Kindern ins Leere.
Das komplette Statement von Manuela Schäfer finden Sie hier.

Dass es allerdings für die Schulen gar nicht so leicht ist, eine Möglichkeit für regelmäßige Mundhygiene zu installieren, machte Dr. Pantelis Petrakakis, 1. Vorsitzender des Bundesverbandes der Zahnärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes, deutlich. Er stellte heraus, dass die Schulzeit eine große Rolle für die Mundgesundheit spielt: „In dieser Phase beginnt in der Regel der Zahnwechsel; die neuen bleibenden Zähne sollten idealerweise bis ins hohe Alter gesund und funktionsfähig bleiben.“ Zudem sei die Schule eine Schnittstelle zweier eng verbundener Faktoren: „Die Schulzeit legt den Grundstein für Bildung und für eine lebenslange Mundgesundheit.“ Die Zusammenhänge von Bildung und allgemeinem Gesundheitsverhalten seien vielfach bestätigt. Belegt sei auch der Effekt der Gruppenprophylaxe: „Zähneputzen in Gruppen fördert die Zahngesundheit.“ Erhebungen aus kommunalen Zahnärztlichen Diensten bestätigten, dass Grundschulkinder, die im Kindergarten täglich die Zähne putzten, gegenüber Kindern, die in der Einrichtung nicht putzen konnten, signifikant gesündere bleibende Zähne hatten. Die Schule stehe vor der Herausforderung, dieses eingeübte Verhalten aus der Vorschulzeit fortzuführen, um eine Verschlechterung der Mundgesundheit zu verhindern. Es gebe gute Beispiele, so Dr. Petrakakis, wo Schulen die vielfachen Hürden, die einer Einrichtung hygienischer Zahnputzmöglichkeiten im Wege stehen, erfolgreich überwinden konnten. Er rief dazu auf, sich zu einem multidisziplinären Netzwerk für mehr Gesundheitsförderung an den Schulen zusammenzuschließen.
Das komplette Statement von Dr. Pantelis Petrakakis finden Sie hier.

Alle Statements auch als Audiomitschnitt finden Sie auf der kürzlich neu gestalteten Webseite http://www.tagderzahngesundheit.de

Für Rückfragen der Presse: Birgit Dohlus, dental relations, T: 030 / 3082 4682, info@zahndienst.de

Datenbank für regionale Veranstaltungen

Wer eine Veranstaltung zum Tag der Zahngesundheit anbieten und bekanntmachen möchte, sollte sie in die Datenbank eintragen lassen, die auf der Webseite www.tagderzahngesundheit.de zur Verfügung steht. Von Jahr zu Jahr nutzen mehr Interessenten die Suchfunktion nach Ort oder Postleitzahl, um sich über die Events in ihrer Stadt zu informieren.

Weitere Informationen:
Der Aktionskreis "Tag der Zahngesundheit" wird organisiert vom

Verein für Zahnhygiene e.V. / Darmstadt
Dr. med. dent. Matthias Lehr
Liebigstr. 25
64293 Darmstadt

Tel.:  06151 / 1 37 37-10, Fax: 06151 / 1 37 37-30, info@zahnhygiene.de