26.05.2020

Covid-19: Mundgesundheit stärkt Immunabwehr

Abstandsregeln und Mundschutz helfen, vor einer Coronavirus-Infektion zu schützen. Mindestens genauso wichtig ist ein starkes Immunsystem, das in der Lage ist, eindringende Bakterien und Viren wirkungsvoll abzuwehren. Einen Baustein dafür bietet die mundgesundheitliche Prävention.

„Eine gute Mundhygiene oder eine gesunde Mundhöhle ist in Zeiten von Covid-19 noch wichtiger als sie vorher ohnehin schon war. Eine gesunde Mundhöhle ist immer eine bessere Immunbarriere als eine kranke Mundhöhle“, so Prof. Dr. Roland Frankenberger, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK), der wissenschaftlichen Dachorganisation der deutschen Zahnmedizin. Natürlich ist Mundhygiene nicht nur unter den Gesichtspunkten des Infektionsschutzes von Bedeutung, sondern auch zur Kariesprophylaxe. Denn Karies ist eine Krankheit, die nicht wieder vorbeigeht.

Die Akteure der Gruppenprophylaxe setzen sich in Kindertagesstätten und Schulen für die Erhaltung und Förderung der Zahn- und Mundgesundheit von Kindern und Jugendlichen ein, können aber momentan keine Präsenzangebote durchführen - ohnehin sind noch nicht alle Kinder wieder an Bord. Deshalb rückt das regelmäßige, gründliche Zähneputzen zu Hause, unterstützt durch die Eltern, besonders in den Fokus.

Informationen dazu liefert beispielsweise dieses Video des Arbeitskreises Zahngesundheit Westfalen-Lippe.

Kindern unter zwei Jahren sollten die Eltern entweder zweimal täglich mit einer reiskorngroßen Menge Kinderzahnpasta mit 1000 ppm Fluorid oder zweimal täglich mit einer erbsengroße Menge mit 500 ppm Fluorid putzen. Bei älteren Kindern sollten sie zweimal täglich eine erbsengroße Menge fluoridhaltiger Kinderzahnpasta mit 1000 ppm Fluoridgehalt verwenden.

Da auch die zahnärztlichen Untersuchungen in Schulen und Kitas entfallen, ist der halbjährliche Zahnarztbesuch zur Individualprophylaxe wichtig. Dieser ist bedenkenlos möglich, denn die strengen Hygienevorschriften in den Zahnarztpraxen minimieren ein Infektionsrisiko ( Pressemitteilung von proDente). 

© proDente e. V./Kierzkowski