19.06.2018

Mecklenburg-Vorpommern nimmt Zahngesundheit in Kindertagesförderungsgesetz auf

Die regelmäßige Zahnpflege wird als wichtiges gesundheitliches Ziel der frühkindlichen Bildung und Erziehung zum 1.1.2019 im Kindertagesförderungsgesetz (KiföG) des Landes Mecklenburg-Vorpommern verankert. Dies hat die Landesregierung am 12. Juni 2018 beschlossenen.

„In der Gesundheitserziehung kommt der KiTa neben der Familie eine besondere Bedeutung zu“, betonte die Sozialministerin Mecklenburg-Vorpommerns, Stefanie Drese, in Schwerin anlässlich einer öffentlichen Anhörung des Sozialausschusses zum Thema „Zähne putzen in Kitas?!“. Erzieherinnen und Erzieher können nach Ansicht Dreses bei Kindern gesundheitsbewusste Haltungen wecken, mit ihnen das richtige Zähneputzen einüben und ihnen Angst vor dem Zahnarzt nehmen.

Drese: „Mit der Aufnahme einer regelmäßigen Zahnpflege in das KiföG wird der Stellenwert für die Mundhygiene der Kinder im Rahmen der Ziele und Inhalte der frühkindlichen Bildung ausdrücklich hervorgehoben. Die Landesregierung greift damit eine Anregung der Landesarbeitsgemeinschaft zur Förderung der Jugendzahnpflege in Mecklenburg-Vorpommern e. V. auf.“

Der Gesetzentwurf der Landesregierung zur Änderung des KiföG wird Ende Juni in den Landtag eingebracht. Bei der Anhörung des Sozialausschusses zur Zahnpflege in Kindertagesstätten wurden auch die baulichen Voraussetzungen im Hinblick auf Anzahl der Waschbecken und die Personalschlüssel angesprochen. Weil eine steigende Zahl an Kindertagesstätten kein Putzen der Zähne mehr vorsieht, soll nun mit klareren Regeln die Notwendigkeit dieser Gesundheitsvorsorge deutlich gemacht werden.

Detailinformationen und einzelne Stellungnahmen zur öffentlichen Anhörung im Sozialausschuss des Landtages Mecklenburg-Vorpommern sind auf der Landtagswebseite hinterlegt.

Quelle: Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung Mecklenburg-Vorpommern

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